Purzelbaum Buchtipps November 2018

Paola Peretti

In der Nacht hör‘ ich die Sterne
dtv

In diesem bezaubernden Buch erzählt die Autorin, selber an einer Augenkrankheit erblindet, die berührende Geschichte von der kleinen Mafalda. Eben neun Jahre alt geworden, erfährt sie, dass es bald dunkel um sie herum sein wird, es ist eine unheilbare Augenkrankheit. In ihrer grossen Angst klettert sie immer wieder auf den Kirschbaum im Schulhof, schöpft dort Kraft und baut eine tiefe Beziehung zur ruppigen Hausmeisterin auf. Wenn man im Leben etwas verliert, bekommt man oft etwas geschenkt: Kraft und Stärke! Ich wünsche auch Ihnen eine tiefe Berührung mit Mafalda.
Tabea Schifferle

Nacht


Tote

 

Judith Arendt

Helle und der Tote im Tivoli
Atlantik

Es geht recht beschaulich zu in Skagen...
bis ein Anruf aus der Hauptstadt Helles Welt auf den Kopf stellt: Der ehemalige Gymnasialdirektor wurde grausam ermordet im Kopenhagener Tivoli gefunden. Nun ist es an Helle und ihrem Team, Befragungen im Ort vorzunehmen. Mehr allerdings auch nicht, denn die Kopenhagener Mordermittlung wünscht keine weitere Einmischung, was Helle erstens gehörig gegen den Strich geht und was sie zweitens dezent ignoriert. Ein perfekt gelungener Krimi, pure Spannung gepaart mit ganz viel Wohlfühl-Atmospähre- denn Helles private Welt strahlt trotz des spektakulären Settings viel Gemütlichkeit aus. Ein Krimi für kalte Herbst- und Winterabende, eingelullt in der Wolldecke.
Caroline Graber

Gian Maria Calonder

Engadiner Abgründe
Kampa Verlag

Hier ist alles neu. Der Verlag öffnete gerade erst seine Pforten. Der Protagonist hat gerade erst seine Ausbildung hinter sich. Der Autor ist erfahren, aber Krimineuling. So viel Neues macht neugierig! Calonders Polizist Massimo Capaul kommt frisch von der Ausbildung aus Amriswil. Sein erster Einsatzort wird Samedan sein. Capaul hat noch nicht einmal den Dienstausweis, da wird er schon eingespannt und soll den Rapport über einen Brand in einer Scheune schreiben. Der Ermittler trifft auf Pinggera, der vielleicht tatterig ist, aber den Brand ganz sicher nicht durch Schusseligkeit verursacht hat. Da mag der Dienstausweis noch fehlen und die Übermotivation im vollen Galopp daherkommen, aber an dem Brand ist etwas faul, sagt sich Calonder. Vor allem, nachdem der alte Pinggera kurz darauf stirbt. Capauls erster Fall macht Lust auf mehr!
Andrea Rölli

Abgründe


Tage

 

Donia Bijam

Als die Tage nach Zimt schmeckten
Ullstein

«Als die Tage nach Zimt schmeckten» ist eine berührende Familiengeschichte aus dem Iran. So warm wie das Cover, ist auch die Erzählung. Der alte Zod lebt in Teheran. Er führt dort das Café Leila, welches sein Vater gegründet hat. Als seine Kinder Noor und Mehrdad volljährig werden, schickt er sie für die Ausbildung und die Aussicht auf ein besseres Leben in die USA. Als Noors Ehe scheitert, reist sie nach über 30 Jahren zurück in den Iran, zusammen mit ihrer 15-jährigen Tochter. Doch an ihr Leben aus der Kindheit erinnert fast nichts mehr.
Nur das Café Leila ist immer noch ein Zufluchtsort. Ein schöner Roman, der alle Sinne anspricht.
Corinne Kaufmann

   
Punkteaktion

Schmökern Sie in unserem Fundus an reduzierten Büchern…

… und profitieren Sie!




Purzelbaum Spieltipp November 2018

Die Quacksalber von Quedlinburg

Schmidt
Für 2 - 4 Spieler ab 10 Jahren
Dauer: ca. 45 Minuten


Quacksalber

Beim „Kennenlernspiel des Jahres 2018“ braut jeder Spieler mit allerlei ungewöhnlichen Zutaten immer wieder neue Tränke. Doch Vorsicht: Ein paar Knallerbsen zu viel und der ganze Trank explodiert. Da gilt es, nicht zu gierig zu sein- und zur rechten Zeit aufzuhören. Das Köcheln sorgt für eine bunte Mischung aus Schadenfreude, Spielspass- und dem Reiz, immer wieder von vorne anzufangen.

    top